ENERGA Kogeneracja
Wasserkraftwerk Braunsberg

Die Anfänge des Wasserstufebaus auf dem Fluss Pasleka in Braunsberg gab es schon im Jahre 1857. Es wurde damals als eine feste Wassersperre gebaut, mit einer Stein-Beton-Konstruktion als Überfallschwelle. Das aufgestaute Wasser diente der Bewegung einer dort gebauten Wassermühle.


WK Braunsberg Archivfoto


Das Wasserkraftwerk Braunsberg wurde erst in den 30ger Jahren des 19.Jh.s gebaut, es arbeitete fast bis zum Ende des 2. Weltkriegs, bis zur Zerstörung seines oberirdischen Teils. 

Trotz der Beschädigungen, blieben zwei vertikale Francis-Turbinen im guten Zustand. Es waren: eine Turbine T-1, die eine Zwillingsturbine ist und eine Turbine T-2, die eine Doppelturbine mit einzeln gesteuerten unteren und oberen Windrad ist, was ökonomischere Fallnutzung bei niedrigen Stand des gestauten Wassers ermöglicht.

Die Turbinen wurden wahrscheinlich von dem ehemaligen Elbinger Unternehmen Schichau-Werke gebaut. Die Nennkraft der Turbinen beträgt: T-1 - 250 kW i T-2 - 150 kW und der Zulauf Nennzulauf der Turbinen: T-1 - 17,5 m3/s i T-2 - 10,5 m3/s.


WK Braunsberg – Sicht auf den Generator

Die Elektroenergie der arbeitenden Generatoren mit der Spannung von 0,4 kV wird mit zwei Leitungen zu der Station 0,4 kV Braunsberg Stadtmitte herausgeleitet.

Den Wiederaufbau des Wasserkraftwerkes von den Kriegsschäden hat in den 50ern Jahren der Energetische Vorstand des nördlichen Bezirks in Bromberg angefangen, in dessen Namen den Betrieb des Stromnetzes in Allenstein tätig war. Das Kraftwerk wurde im August 1964 in Betrieb gesetzt.

Die wasserstauenden Elemente auf dem Fluss Pasleka sind Klappen-Überfall-Mauer,
sowie das Unterwasserteil des Kraftwerksgebäudes und Erddeich (Insel), der sich zwischen der Wassersperre und dem Kraftwerk befindet. Der Erddeich ist von der Seite des Oberwassers durch eine wasserdichte Larsen-Wandung mit einem Betonrähm geschützt.


WK Braunsberg – Sicht von außen


Das Braunsberger Wasserkraftwerk ist ein Beispiel eines Durchflusskraftwerks. Bis zum Ende des Jahres 1969 hat es bei einer Fallhöhe gearbeitet, die im Verhältnis zu dieser, die aufgrund der bei der ersten Rechtswassergenehmigung eingesetzt wurde, gesenkt war.

Im Jahre 1969 wurde ein mobiler Teil der Wassersperre (Schütze) gebaut und laut der Entscheidung von PWRN in Allenstein hat das Kraftwerk eine Genehmigung für die Nutzung der maximalen Stauenmöglichkeit des Wassers bekommen, d.h. bis 3,56 m ü.d.M. und so hat es bis 1981 gearbeitet.
Die aktuelle Rechtswassergenehmigung vom 22. Februar 1988 erhält das Stauen 3,10 m ü.d.M. zwischen 1.April und 31. Oktober und 3,56 m ü.d.M. vom 1. November bis 31. März.

Die Entscheidungen des Woiwodschaftsamt Elbing haben den Inhaber zu zeitlicher Senkung des Wasserstauens verpflichtet. Verwirrungen bei der Veränderung der Wasserstauenshöhe wurden durch mehrere Berufungen von den nacheinander kommenden Entscheidungen bezüglich der Höhe des Wasserstauens verursacht. Der Grund dafür war Hochwasser in den Schrebergärten und Keller in den an der Küste liegenden Wohngebäuden in Braunsberg.