ENERGA Kogeneracja
Wasserkraftwerk Mehlsack

In der Ortschaft Mehlsack, auf dem Fluss Walsza, wurde im Jahre 1916  ein Wasserkraftwerk gebaut. Die sich dort befindende Wasserstufe besteht aus einer Seitenerdsperre, die mit wasserdichter Larsen-Wandung gestärkt ist.

Das Wasser wird zu dem Kraftwerkgebäude durch einen Kanal geführt, der sich im Endteil in zwei Turbinenzuleitungen verzweigt, die Hauptflussströmung dagegen ist in den Ulgi- Kanal gerichtet, auf dem sich eine Wasserstauensperre befindet. Es ist ein zweistütziger Betondamm mit einer Stauensschwelle von 67,18 m ü.d.M. bis 69,57 m ü.d.M. und dem Nominalfall von 9 m. Der Durchflussige Arbeitscharakter des Kraftwerks gibt nur eine kleine Möglichkeit der Wasseraufstaung.


WK Mehlsack –Sicht von außen

Im Kraftwerk gibt es zwei Turbokomlexe mit der Kraft von T-1 - 75 kW und T-2 - 145 kW und den Zuläufen T-1 - 1,25 m3/s i T-2 - 3,3 m3/s. Die Spannung der arbeitenden Generatoren beträgt 0,4 kV und das Ausführen der Kraft folgt durch den Transformator 15/04 kV, der sich im Schaltwerk 15 kV in dem Kraftwerkgebäude befindet.
Das Hauptgebäude des Maschinenraums war am Anfang ein vierstockwerkiges Objekt. In der Maschienenhalle befanden sich ein Turbokomplex mit Francis-Turbine und ein Generator mit Dieselmotor.


WK-Mehlsack – Sicht auf den Generator

Aufgrund der Kriegseinwirkungen wurde das Kraftwerksgebäude zerstört und die sich darin befindende Anlage mit Dieselmotor in die Luft gesprengt. Im Dezember 1949, wurde das Kraftwerk zu der Energetischen Vereinigung des Bezirks Masuren übergegeben.  

Im Jahre 1953 wurde der Wiederaufbau angefangen, bis er 1958 wegen der Bedingungen der Wasserrechtgenehmigung vom 17. August 1955 beendet wurde. Die zurzeit geltende Genehmigung bestimmt die Stauenshöhe zu dem Stand 69,57 m ü.d.M. und die Entnahme des Oberflächewassers von dem Walsza-Fluss in der Menge bis zu 4,5 m3/s.
Aus den geführten Beobachtungen und Analysen geht hervor, dass die richtige Nutzung der Energieressourcen des Walsza-Flusses in den Sommermonaten erfolgt. Im Winter, wenn die Energieressourcen des Wassers wesentlich größer sind, ist die Nutzung des Flusses zu gering.
Der Bergscharakter des Flusses verursacht heftiges Anschwellen und schnelles Absinken des Wassers nach den intensiven Regen und Schneeschmelze, was die volle Erschließung der Energieressourcen von Walsza nicht fördert. Diese Beobachtung zeigt eine potenzielle Möglichkeit der Verbesserung dieses Tatbestandes in dem Kraftwerk Mehlsack
Die Bearbeitung, die 1989 von Hydroprojekt in Danzig gemacht wurde, suggeriert die Möglichkeit einer weiteren Ableitung in Walszatal über dem Kraftwerk in Mehlsack. Ein Mangel des Kraftwerkes ist auch ein nicht gut funktionierender Turbokomplex Nr. 1. Die Verbesserung dieser Situation im Bereich besserer Nutzung des Stauensgrades sollte man in beiden Richtungen erwarten, d.h. niedrige Ableitung und Montage neuer hochleistungsfähigen Turbinen.